Benvenuto, Cellini

Benvenuto Cellini
 

Benvenuto Cellini (1500-1571) war ein bedeutender Goldschmied und Bildhauer der Renaissance, Zeitgenosse von Michelangelo und Leonardo da Vinci

Cellinis Leben war turbulent, geprägt von dem Spannungsfeld zwischen der Abhängigkeit von seinen Auftraggebern (mächtigen und skrupellosen Renaissancefürsten) und seinem unbändigen künstlerischen Selbstbewusstsein. Er scheut keine Auseinandersetzung, immer wieder ist er auf der Flucht vor einem Auftraggeber oder weil er mal wieder jemanden erstochen hat. So gelangt er von Florenz nach Siena, Pisa oder Lucca, auch nach Rom und nach Frankreich, wo er jeweils bedeutende Auftraggeber findet, mit denen er sich aber meistens nach kurzer Zeit wieder überwirft. Cellini nimmt an der Verteidigung der Engelsburg teil, landet im Kerker, begeht einen Mord, entgeht einem Mordkomplott, wird zeitweise Mönch, begegnet Gespenstern: an erzählenswerten Stationen seines Lebens mangelt es nicht. Es finden sich aber auch weite Ausführungen über seine Arbeit und sein künstlerisches Schaffen, er erlaubt sozusagen einen ausführlichen Blick in seine Werkstatt.

Cellinis Hauptwerk ist wohl der Perseus mit dem Haupt der Medusa, mit dem er sich neben die größten Künstler seiner Zeit einreihen wollte. Es ist eine der berühmtesten Skulpturen der Renaissance, sie wurde für die Vorhalle der Loggia dei Lanzi in Florenz konzipiert, wo sie bis heute steht.

 

Titel von

Coverabbildung: Leben des Benvenuto Cellini
Von ihm selbst erzählt übersetzt von J.W. Goethe

ISBN 978-3-943889-02-4